Flamenco-Gitarren mögen zwar den traditionellen spanischen klassischen Gitarren ähneln, aber aufgrund ihres unverwechselbaren Spielstils erfordern sie eine ganz andere Bauweise. Tonhölzer Flamenco-Gitarren werden traditionell aus spanischer Zypresse für Boden und Zargen, Zeder für den Hals, Ebenholz für das Griffbrett und Fichte (manchmal auch Zeder) für die Decke gefertigt. Dieses traditionelle Modell ist als „Blanca“ bekannt, was auf seine helle und natürliche Farbe hinweist. Neben der „Blanca“ gibt es auch die „Negra“. Dieses Modell ist baugleich mit der „Blanca“, verwendet jedoch dunklere Tonhölzer wie Cocobolo oder indisches Palisanderholz. Der wärmere Klang ist auf vielen Aufnahmen von Paco de Lucía zu hören. Im folgenden Video erklärt Levi Akkerman den Unterschied zwischen einer traditionellen Flamenco Blanca von Mariano Conde und einer spanischen klassischen Gitarre von Jaroslav Mach. Obwohl die Instrumente ähnlich aussehen, ist der Unterschied in Klangfülle und Anschlag deutlich hörbar. Konstruktion Da ein Flamenco-Gitarrist mehr Kraft und Attacke in seinem Klang benötigt als ein klassischer Gitarrist, ist der Aufbau dieser Instrumente ganz anders. Die Decke ist so dünn wie möglich gefertigt, um maximale Schwingungen zu erzielen. Da Flamenco-Gitarristen mit traditionellen rhythmischen Akzenten spielen, wird ein extrem leichtes, doppeltes Schlagbrett, der sogenannte Golpeador, angebracht. Für eine bessere Bespielbarkeit ist der Steg niedriger als bei einer klassischen Gitarre. Um ein Schnarren der Saiten zu vermeiden, ist die Mensur einer Flamenco-Gitarre oft länger, und sie ist mit hochgespannten Saiten bespannt. Die weitere Form des Instruments ist gleich, obwohl die Flamenco-Gitarre etwas flacher und kleiner sein kann.