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Benchtalk #5: The Gibson ES335
Benchtalk #5: The Gibson ES335

Benchtalk #5: Die Gibson ES335

30. Juli 2024

Die 1950er-Jahre waren eine turbulente Zeit für E-Gitarren. Die Veröffentlichung der Fender Broadcaster zu Beginn des Jahrzehnts schlug wie eine Bombe ein, revolutionierte den Markt und eröffnete Gitarristen völlig neue Möglichkeiten. Auch Gibson wollte ein Stück vom Kuchen abhaben und brachte 1952 die Les Paul auf den Markt. Während die kleineren Solidbody-Gitarren beliebt waren, gab es auch eine große Nachfrage nach den größeren und wärmeren Hollowbody-Gitarren, für die Gibson damals bekannt war. Das häufigste Problem bei der Verstärkung von Hollowbody-Gitarren war das Feedback, das auf der Bühne auftrat. An dieser Stelle kommt Ted McCarty ins Spiel.

Ted McCarthys neues Design

Ted McCarty war von 1950 bis 1966 Präsident von Gibson während des „goldenen Zeitalters“ der E-Gitarrenherstellung. Wie Leo Fender konnte auch Ted McCarty selbst nicht Gitarre spielen, sprach aber stattdessen mit so vielen Gitarristen wie möglich, um herauszufinden, was Gitarristen damals suchten.

So entwickelte er das Design der Semi-Hollowbody-Gitarre. Er kombinierte den vollen, warmen Klang der Hollowbody-Gitarre mit den Vorteilen der Solidbody-Gitarre. Durch den Mittelblock im Inneren des Hohlkorpus wurde die Rückkopplung auf der Bühne deutlich reduziert, und die Semi-Hollowbody-Gitarre erhielt eine enorme Flexibilität.

„Die Idee für die 335 stammte ursprünglich von mir: Ich wollte eine Solidbody-Gitarre bauen, die klanglich wie eine normale Akustikgitarre aussieht. Wir haben sie nie patentieren lassen. Einige andere [Moderne, Flying V, Explorer] habe ich patentieren lassen, weil ich wusste, was Leo machen würde. Hätte ich also ein Patent gehabt, hätte er sich nicht getraut, es zu wagen. Viele andere habe ich gar nicht erst patentieren lassen. Es kostet schließlich Geld, eine Gitarrenform oder Ähnliches zu patentieren.“

- Ted McCarthy

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